Wie gehen wir konstruktiv mit Wandel um?
Wie bereiten wir uns auf mögliche Risiken vor und arbeiten aktiv an einer lebenswerten Zukunft?
Wie integrieren wir dabei unterschiedliche Sichtweisen, Aspekte und Fakten?
Was kann eine ganzheitliche und pragmatische Nachhaltigkeit als Leitbild bedeuten?
Hier eine Auswahl von Projekten, z.B. Forschung, Nachhaltigkeitsberatung, Moderation, Lehraufträge, Vorträge sowie Partizipation.
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"Zusammen(h)alt im Quartier", Potsdam
Potsdam-Bornstedt ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen. Dadurch sind viele neue Raumnutzungen entstanden sowie Herausforderungen, aber auch Potenziale.
Wie gelingt es, mögliche Risiken und Chancen des demographischen Wandels in dem Quartier zu identifizieren, um daraus Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige, gemeinwohlorientierte Entwicklung abzuleiten?
Projektträgerin: Landeshauptstadt Potsdam, AG Smart City
Funktion: Wissenschaftliche Begleitung
Angewandte Methoden: Transdisziplinäre Analyse, empirische Feldforschung, Interviews, ko-kreative Formate, Kartierungen etc.
Laufzeit: Herbst 2025 bis Herbst 2026
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"From Port to Porter: Antwerp’s Fashion Sector as a Placemaking Factor, Mitigating Urban Crisis Through Creativity and Persistence" Fachartikel
In recent years, the Flemish Antwerp with its more than 1,000 fashion companies has become a stable fashion tourism destination. Tourists not only long for the unique atmosphere and clothes, partly influenced by the Antwerp Six but also to find idiosyncratic alternatives to the Haute Couture of Paris, the Cool Chic of London, or the sophistication of Milano. Antwerp’s evolution towards an international fashion hub is not only remarkable in an aesthetic or socio-economical sense, but it’s also a benchmark for sustainable transformation.
While its fashion sector rose to fame in the 1980s, the city itself was challenged by an economic crisis. As the economy in Western Europe faced a recession, Antwerp’s port suffered from a huge decline in tonnage: from more than 27 million tons in 1977 to circa 14 million in 1984.
How did this dichotomy of a declining industry and a rising vital fashion sector culminate into Antwerp becoming this creative power center it is today? What part had the designers, creative agents, and connected entities in mitigating the crises and in the resurrection of Antwerp? How important was the persistence of the regional textile heritage such as Flanders lace? And how resilient is the current community?
In: Valeri, Marco; Asthana, Shekhar: Fashion Industry and Tourism Strategy: Transforming Destinations and Shaping Experiences
Erschienen: Herbst 2025
Verlag: Emerald Publishing Limited
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"Dezentral, dynamisch, digital: Data-Mesh im Nachhaltigkeitsmanagement", Fachartikel
Die Herausforderungen im betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagement sind komplex und dynamisch. Insbesondere regulatorische Pflichten zwingen Unternehmen zu einem verlässlichen und effizienten Datenmanagement. Doch viele Unternehmen haben aufgrund ihrer Komplexität, Interdisziplinarität und Multilokalität keine passende Datenarchitektur. Der Data-Mesh-Ansatz ist eine passende Lösung für diese Herausforderungen: Hier trifft ein digitales und dezentrales Datenmanagement auf eine pragmatische und doch ganzheitliche Nachhaltigkeit. Warum es sich für Unternehmen lohnen kann, beide Themen miteinander zu verbinden, wird in einem prototypischen Prozess gezeigt.
Mit: Reha Yildirimman
In: Detscher, Stefan; Hepp, Michael: Praxishandbuch Digitales Management.
Erschienen: Herbst 2025
Verlag: Springer Nature
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Obsoleszenz-Risiko-Index
Wie verändern Megatrends wie Digitalisierung von Handel und Arbeit, die Mobilitätswende und der Religiösitätswandel deutsche Städte? Welche Raumnutzungen haben ein erhöhtes Risiko, obsolet zu werden, also Funktion, Produktivität und systematische Integration zu verlieren? Und wie könnte ein nachhaltiger Umgang mit diesem Wandel sein?
Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekt “Die Obsolete Stadt” wurde die Obsoleszenz-Risiko-Index-Methode (ORI) entwickelt, um Obsoleszenz-Risiken zu messen, Transformationsräume zu identifizieren und Potenziale zu finden.
Projektförderung: 500.000 €, Robert-Bosch-Stiftung
Funktion: Teilprojektleiter
Angewandte Methoden: sozio-ökonomische Analysen, Interviews, Ortsbegehungen, Kartierungen, ko-kreative Workshops
Laufzeit: April 2019 bis Januar 2021
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"Experiment Ihme-Zentrum", Hannover
Das multifunktionale Subzentrum Ihme-zentrum in Hannover steht für den Enthusiasmus der 1970er-Jahre: 806 Wohnungen, Büroarbeitsplätze für 2.000 Menschen und ein ca. 75.000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum sollten das Symobl sein für den Sprung in eine moderne Zukunft. Doch seit jahrzehnten stehen große Teile des Komplexes leer und erzeugen Schaden.
Um herauszufinden, wie es dazu kam und welches nachhaltige Transformationspotenzial besteht, bin ich 2014 dort für eingezogen. Durch Interviews, Workshops, Beteiligungsformate, Datenauswertung sowie durch die Gründung einer transdisziplinären Zukunftswerkstatt konnte ein ganzheitliches Revitalisierungskonzept entwickelt werden.
Zeitraum: September 2014 bis August 2018
Funktion: Gründer, Forscher, Vorstandsvorsitzender der Zukunftswerkstatt
Kooperationspartner:innen: Leibniz Universität Hannover, Hochschule Hannover, BDA, Architektenkammer, Landeshauptstadt Hannover etc.